Schreibtipp der Woche #6: Aller guten Dinge sind drei

In unserem Kulturkreis hat die Zahl Drei eine besondere Bedeutung. So gibt es im Märchen oft drei Brüder, drei Königstöchter oder drei Aufgaben, die erfüllt werden sollen. Die Dreifaltigkeit beschreibt die Wesenseinheit Gottes in drei Personen (Vater, Sohn und Heiliger Geist). Und eine Familie besteht – zumindest im traditionellen Sinne – gewöhnlich aus drei Mitgliedern (Mutter, Vater und Kind).

Die Drei verweist in vielen Bereichen unseres Lebens auf Vollkommenheit. Sie symbolisiert damit auch ein Ordnungsprinzip, das uns dabei hilft, die Komplexität unserer Welt auf die für uns wichtigen Bestandteile zu reduzieren. Aristoteles erkannte bereits die Bedeutung der Triade, mit der seiner Meinung nach alles beschrieben werden kann: Die Drei hat einen Anfang, eine Mitte und ein Ende.

Das sollte auch das wichtigste Merkmal Ihres Textes sein.

Jeder gute Text hat einen Anfang, eine Mitte und ein Ende

1. Beginnen Sie immer mit einer thematischen Einleitung

Sichern Sie sich die Aufmerksamkeit des Lesers. Versetzen Sie sich in die Lage Ihres Gegenübers und fragen Sie sich: Welche vorbereitenden Informationen braucht mein Gesprächspartner, um meiner Argumentation folgen zu können?

2. Im Hauptteil präsentieren Sie Ihre Argumente

Nehmen Sie Ihren Leser an die Hand und führen Sie ihn durch Ihren Text. Achten Sie auf einen nachvollziehbaren Aufbau Ihrer Argumentation. Beginnen Sie mit leicht verständlichen Themen. Gehen Sie dann Schritt für Schritt zu den komplexeren Bereichen über.

Stellen Sie Verbindungen zwischen Informationen her, die inhaltlich zusammengehören. Schaffen Sie Anknüpfungspunkte und thematisieren Sie Gemeinsamkeiten ebenso wie Unterschiede.

Übergänge erleichtern dem Leser das Textverständnis. Sie verweisen auf wichtige Informationen und helfen dabei, den „roten Faden“ in Ihrer Argumentationskette zu erkennen.

3. Fassen Sie Ihre Botschaft am Ende zusammen

Stellen Sie die Kernaussage heraus und betonen Sie die Relevanz Ihrer Ausführungen. Ein gutes Fazit kennzeichnet nicht nur das Ende Ihres Textes, es kann auch Interesse auf mehr wecken.

Wünschen Sie sich Unterstützung?

Kontaktieren Sie mich. Ich berate Sie gerne und helfe Ihnen bei der Optimierung Ihres Schreibstils.

2 thoughts on “Schreibtipp der Woche #6: Aller guten Dinge sind drei

  1. Wieder ein schöner Schreibtipp! Danke. Wie immer nützlich und sehr informativ…
    Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Beitrag!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*